P3: Sieben Arten aus dem Fenster zu schauen

Die Maske „Der Einzelgänger“ hat mich zu einigen verschiedenen Spielarten angeregt. Dazu kommt noch der Zufall, der immer wieder bei der Entstehung eines Werkes eine bedeutende Rolle spielt. Diese Idee -verschiedenartig aus dem Fenster zu schauen- hatte ich nämlich nicht einfach so. In meinem Atelier hatte ich kurze Stücke von Vierkanthölzers aufbewahrt. Ich glaube es handelt sich um abgesägte Tischbeine und da sie eine gewisse Dicke habe, war ich der Ansicht, dass ich sie für irgend etwas noch gebrauchen kann. Das war auch der Fall. Ich glaube ich habe sie heute noch und benutze sie z.B. zum Abstützen von Ton- oder Wachsarbeiten.

Die Hölzer hatten mich gereizt, sie übereinanderzulegen und immer wieder ein wenig umzubauen. Sie standen auf meinem Arbeitstisch im Atelier und waren der Auslöser für diese hier vorliegende Arbeit. Ich dachte: Ja, das ist ein Fenster. Aus dem Fenster schauen ist eine schöne Tätigkeit, man kann alles Mögliche beobachten, da wo man gerade ist. Die beiden Einzelgängermasken hatten anfänglich nichts mit dem Fenster zu tun. Es waren meine Experimente, sie zu bemalen, mal mit Gold oder Rot und Gold. Das hat mich aber nicht zufriedengestellt. Also standen sie herum, als würden sie auf einen bessern Einsatz warten. Und diese Warterei hatte auch ein Ende: Sie waren total geeignet, aus dem Fenster zu schauen. Die Beiden konnten zwischendurch in Beziehung treten, was ja für den Einzelgänger immer das Mittel der Wahl ist und in verschiedener Art aus dem Fenster schauen. Die Anordnungen habe ich dann fotografisch festgehalten und es hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich liebe solche Spielereien. In meinem Werk finden sich einige Serien, denen andere Ideen zugrunde liegen.

Einzelgänger sucht Anschluss

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