Der Einzelgänger
Warum heißt die Maske: Einzelgänger sucht Anschluss?

Immer wieder überkommt mich das Bedürfnis danach, etwas von meinen Werken zu vervielfältigen. Alle von Hand hergestellten Objekte sind ja Unikate und daher einzigartig. In unserer Welt sind die meisten Dinge, die von Menschenhand geschaffen wurden Vervielfältigungen: Häuser, Geschirr, Möbel, Autos, etc. Unikate sind in der Minderzahl.
Eine einfache Form zu bauen ist ja nicht sehr schwer und dann ist es möglich in aller Schnelle Duplikate herzustellen. Da ich immer sehr gerne Neues hinzulerne und mich vor allem mit Freude an Dingen ausprobiere, die ich nicht kann (nur so wird man am Ende wirklich gut), hatte ich die Idee eine Maske zu planen, bei der ich von Anfang an einbeziehe, dass ich sie vervielfältige. Ich stellte mir also vor, dass die Masken nebeneinander angebracht werden und plante oben und unten je eine Wellenlinie. Die Seiten wurden gerade, damit die Gesichter nebeneinander passten. Dann begann ich mit der Umsetzung. Der Gesichtsausdruck entstand aus der Intuition heraus. Es wurde selbstverständlich erstmal ein Einzelgänger, ganz so wie viele Menschen in der heutigen Zeit sind – Einzelgänger. Diese Menschen suchen Anschluss, Verbindung zu ihren Mitmenschen. Was aber wirklich, je nach Tiefe der gesuchten Verbindung, oft nicht gelingt. Wenn die Masken zusammengestellt werden, dann kommt dieses noch eher zaghafte Verbinden zum Ausdruck.
Ich fertigte dann eine Silikonform, die ich mit Gips ausgegossen habe. Die fertigen Gipsmasken stellte ich in vielfältiger Art zusammen. Mal zwei, mal mehrere, mal nur eine Maske. Mit kleinen Punkten auf den Augen konnte ich jeden Einzelnen in eine bestimmt Richtung blicken lassen. Das machte mir besondere Freude, das Spiel mit den Blicken. So entstanden eine Vielzahl von verschiedenen Objekten, deren Grundlage die Einzelgängermaske war.
Hier einige Beispiele:
(zum Vergrößern anklicken, eine weitere Darstellung mit allen Einzelgängermotiven ist in Planung)





