Solarion – Sonnenkönig in Gold und Blau

Sonnenkönig in Gold und Blau


Vorgeschichte
Dieses Bild entstand aus einem inneren Bedürfnis heraus und eine Eingebung spielte eine Rolle, um die Reihe von 4 Bildern dieser Art zu schaffen. Vorausgegangen waren 4 Bronzeplastiken, im Verlauf deren Entstehung die technischen Möglichkeiten der Bronze ausgelotet wurden. Es ist sehr interessant, dass mit diesem Metall Luftigkeit und Leichtigkeit in eine Plastik gebracht werden kann. Meine jahrzehntelange großeLiebe zum Material Ton ist dadurch nicht geschmälert worden, nein, ich konnte jetzt Plastiken erschaffen, die ich mit Ton nicht hätte machen können. Es war eine Triebfeder für diese Werke, dass ich Formen schaffe, die mit Ton nicht möglich sind und für die sich Bronze ganz besonders eignet. Mit diesen 4 Plastiken bin ich bis an die Grenze des Machbaren diesbezüglich gegangen. Es handelt sich um die Kämpferin, Sonnenkönigin, Sonnengöttin und um den Engel. Solarion ist eine Darstellung der Sonnenkönigin.

Ideengeschichte
Während der Arbeit an der letzten Bronze hatte ich das Bedürfnis nach der Kombination von Blau und Gold, dabei sollte es unbedingt Ultramarinblau sein, das in der Kunstgeschichte für die Mäntel der Maria Verwendung fand. Ich wollte meine Auferstehungsfiguren mit diesen beiden Farben bemalen und dabei alle Möglichkeiten ausloten. Damit fing ich an. Mich verließ aber sehr schnell die Lust dazu und ich stellte dieses Projekt hintan. Es war etwas wie eine Sinnverlust, ich hatte kein Bild mehr davon wie wertvoll es sein könnte, diese kleinen Plastiken in allen Blau-Gold Kombinationen zu haben. Aber ich kann mir trotzdem diese Gesellschaft noch ganz gut vorstellen.
Das Ganze wurde größer. Jetzt kam die Idee jeder dieser vorgenannten Bronzeplastiken ein Bild in Blau und Gold zu malen. Es ist so etwas wie die kosmische Ergänzung, wie das höhere ich oder das Geistige Innere der Figur. Die Figuren und ihre Bilder sollen auch zusammen ausgestellt werden.

Werkgeschichte
Ich übernahm die Form der Bronzeplastik und brachte sie in die Eindimensionalität. Dabei verbesserte ich sämtliche Linien. Die Linie hat es mir seit einiger Zeit angetan. Mit einer Linie kann man so vieles Verschiedene ausdrücken. Kleine Nuancen ändern den Ausdruck. Das ist phantastisch. Ich machte Skizzen von denen einige hier in der Webseite auch zu sehen sind. Ich stellte mir die Aufgabe alles ohne Lineal und Messen aus freier Hand zu zeichnen und zu malen. Dabei wird natürlich die Symmetrie nicht perfekt, aber das ist auch nicht das Ziel der Darstellung. Es ist die Linie, die mich fasziniert. Es sind die beiden Farben in Kombination. Lange habe ich gebraucht, um das richtige Gold zu finden. Hier gibt es viele verschiedene Arten und Töne. Mit Weiß, das ich mit dem Ultramarinblau mische, schaffe ich Licht und Raum in das Bild. Die Augen werden so gestaltet, wie die „Maske“ blicken soll. Blickt Sie den Betrachter an oder blickt sie nach innen. Damit kann gespielt werden. Die Hauptsache aber ist der Ausdruck des stilisierten Gesichtes. Wie wirkt es in die Welt? Was vermittelt es? Es soll etwas aus meinem Inneren im Bild erscheinen. Das kann man sicher erst erkennen, wenn man sich darauf meditativ einlässt. Alle meine Werke sind aus meinem Inneren geschöpft.

Ohne künstliche Intelligenz, geschrieben von einem realen Menschen: Friedlinde Hüther

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