Christ heute

Eine kleine Holzplatte mit den Maßen 15x30cm, ja ein Restholz aus dem Baumarkt mit Gesso überzogen bietet den Malgrund. Dann kommt die spontane Idee: Ich male etwas, ein Gesicht soll es werden, frei gemalt. Also fange ich an. Lila spricht mich an, die Komplementärfarbe Gelb muss dazu, eine Linie kommt nach der anderen. Die nächste Linie wächst quasi aus der vorhergehenden heraus, denn alles Geschehen hier im freien Malen hängt von dem ab, was vorher schon da war. Demnach ist der erste Strich oder Punkt auf die weiße Grundplatt von Bedeutung für das was dann entsteht. Dieses Bild mit dem Namen „Christ heute“ ist so entstanden. Die roten Anteile und das Kreuz auf der Stirn waren eine Notwendigkeit. Die verwendeten Farben sagen symbolhaft etwas über die heutige Zeit und die Rettung der Welt aus. Wie komme ich in diesem Zusammenhang auf die Rettung der Welt? Umdenken ist nötig. So kann es nicht weitergehen. Weisheit und Liebe müssen Einzug halten und ohne Opfer – opfern von Komfort, von Überfluss, von Annehmlichkeiten wird die Welt nicht zu retten sein.

Violett als Mischung von Blau und Rot deutet etwas über den Zusammenhang von Weisheit und Liebe an. Rot kündet auch vom freien Opfer, das mit der Liebe untrennbar verbunden ist.
Schwarz – das Nichts, der Abgrund vor dem der Christ steht und Erlösung sucht. Gelb, das Licht dem er entgegengeht. Alles ist in diesem kleinen Bild vereint.

Wenn in der Menschheit nicht vom Einzelnen in Freiheit gelernt wird das Ego zu opfern, wird die Welt untergehen.

Warum der Name „Christ heute“. Christ sein ist heute nicht unproblematisch. Die Kirchen mit ihrer Dogmatik tragen nicht mehr oder verharren in rückschrittlichem Verhalten. Der entstandene etwas problematische Ausdruck des Gesichtes hat mich zu diesem Namen gebracht.
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