Erstellung der Plastik Langkopf: Moaifrau

Hier soll auf das Verfahren eingegangen werden, wie gerade diese Kopfplastik gefertigt wurde. Unter den vielen Möglichkeiten wurde eine solche ausgewählt, die als Produkt ein langer hohler hoher Kopf ergibt.

Dazu wird zuerst aus Tonschlangen eine Röhre aufgebaut. Diese sehr alte Technik ist aus dem Handaufbau von Tongefäßen bekannt. Schultern, Kinn, Nase usw. werden mit kleinen Tonklümpchen, die etwa bohnengroß sind plastiziert. Diese werden direkt auf die Stellen platziert, an denen sie das gewünschte Ergebnis bringen und festgedrückt. Die Oberfläche muss danach mit einer Töpferschlinge glattgeschabt werden. Hierbei können an der Form noch kleine Veränderungen vorgenommen werden.

Man arbeitet bei der Erstellung der Plastik nach einem gewissen Plan, die Form wird jedoch verändert, wenn es sich im Schaffensprozess als notwendig erweist.

Die Moaifrau wurde als weibliches Pendant zum Moai angelegt. Im Gegensatz zu ihm wurde bei der Frau die Proportionslehre Leonardo da Vinci‘s in der Vertikalen angewendet. Es handelt sich hier um die idealen Proportionen. Abweichungen von diesen ergeben mehr Ausdruck.

Als Ton wurde flieder-gelb farbener Ton mit einem Schamottanteil von 40% in der Körnung von 0,5 bis 1,5 mm verwendet. Die sehr lange getrocknete Plasitk wird zweimal gebrannt, einmal bei 950 Grad Celsius und ein zweites Mal bei 1250 Grad. Der erste Brand liefert ein fliederfarbenes Ergebnis, der zweite Brand ein gelbes. Die Farbe ähnelt gelbem Sandstein.

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